Eine ährenvolle Aufgabe Zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb baut Familie Schweizer Dinkel an. Sehr am Herzen liegt den Landwirten das Thema Nachhaltigkeit ist ein Rotgolden leuchten die Dinkelfelder von Familie Schweizer am Rande des kleinen Dorfs Weitingen in der Sonne. Dabei leises Knistern und Knacken zu hören. „Das ist die Feuch- tigkeit in den Ähren, die durch die Wärme verdunstet“, erklärt Mark Schweizer. Ein wichtiger Vorgang, denn erst wenn der Feuchtigkeitsge- halt des Getreides bei unter 15 Prozent liegt, kann es gedroschen werden. Wenn der Dinkel geerntet ist, fährt Familie Schweizer ihn zur nur wenige Kilometer entfernten Rettenmeier Müh- le nach Horb am Neckar. Der kurze Transportweg schont die Umwelt. In der Mühle wird die Qualität des Dinkels überprüft, bevor er in die Silo-Zellen im Mühlenturm eingelagert und schließlich zu Mehl gemahlen wird. Lebensraum für Insekten Nachhaltigere Landwirtschaft ist Fami- lie Schweizer wichtig: „Wir setzen auf eine wechselnde Fruchtfolge, das ist gut für den Boden. Außerdem haben wir in Zusammenarbeit mit der Retten- meier Mühle Blühstreifen für Insekten an den Feldrändern angelegt. Franz Keller Profikoch und Landwirt Dinkelkörner sind von einer festen Schutzhülle, den sogenannten Spelzen, umgeben „Dinkel ist eine alte Kulturpflan- ze, die lange Zeit in Ver- gessenheit geriet, heutzu- tage aber wieder beliebter wird. Es ist klasse, dass Landwirte wie Familie Schweizer dieses Urgetreide anbauen. Back- waren aus Dinkelmehl besitzen ein feines, nussiges Aroma.“ ! Gut zu wissen Bei Backkultur in Neuenburg, Mannheim, Reutlingen und Bexbach werden ofenfrische Leckereien für die Markt- Bäckerei-Filialen gebacken Das Dinkelmehl kommt von der Rettenmeier Mühle aus Horb am Neckar Vertragsanbau: Ein fester Kreis von Landwirten aus Baden-Württemberg, u. a. Familie Schweizer, liefert den Dinkel für das Mehl 1717